Freitag, 5. März 2010 - Comments Off
-aho- Gronau. “Diabetes - eine Volkskrankheit. Was ist zu tun?” - war vor ziemlich genau einem Jahr das Thema der Kneipp-Diabetes-Wochen, die die Veranstaltergemeinschaft aus Kneipp-Verein, Diabetiker Bund NRW, der Gleichstellungsstelle der Stadt Gronau, der Familienbildungsstätte, Herzsport Gronau sowie der Signal Iduna IKK in Gronau durchführten.
“Ziel der Veranstaltung war es, die Menschen überhaupt erst einmal wach zu rütteln und für diese Krankheit zu sensibilisieren. Sprechen wir heute noch über acht Millionen Deutsche, die an Diabetes leiden, so müssen wir davon ausgehen, dass die Krankheit bislang bei über 1,5 Millionen Menschen noch nicht entdeckt wurde”, nennt Bernd Ahlers, 1. Vorsitzender des Kneipp-Verein Gronau, erschütternde Zahlen.
Diabetes - eine Volkskrankheit, die jeden treffen kann!? Um gute Therapieergebnisse zu erzielen und Folgekrankheiten zu vermeiden, ist allerdings die Mitarbeit der Betroffenen eine Grundvoraussetzung. “Wer gut eingestellt ist und sich informiert, kann möglicherweise Spätfolgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Beine, Veränderung der Netzhaut und die Beeinträchtigung der Nierenfunktion verhindern”, gibt der Vorsitzende des Diabetiker Bundes NRW, Martin Hadder, zu bedenken.
Der Grundgedanke des Kneipp-Vereins, den Betroffenen durch Prävention und Selbsthilfe zu helfen, um ein Mehr an Lebensqualität zu erreichen, fiel auf fruchtbaren Boden. Im Mai 2009 wurde unter der Leitung von Birgit Pfaff eine Diabetes-Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen, die sich seitdem jeden ersten Donnerstag im Monat in den Räumlichkeiten der Familienbildungsstätte an der Laubstiege zum regelmäßigen Gedankenaustausch trifft. Unter Gleichgesinnten haben Diabetiker die Möglichkeit, ihre Erkrankung besser kennen zu lernen, Probleme anzusprechen und zu lernen, mit Diabetes zu leben. Hier erhalten sie zudem Tipps, Ratschläge und die nötige Motivation, mit der Erkrankung umzugehen.
“Die Teilnahme an dieser Selbsthilfegruppe erfolgt auf freiwilliger Basis und ist mit keinerlei Beitragszahlungen verbunden! Momentan befinden wir uns noch in der Orientierungsphase, denn wir möchten ein Programm auf die Beine stellen, das einen Mix aus Information und Geselligkeit bietet”, verspricht die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe, die bislang regelmäßig 10 bis 15 Teilnehmer bei den Treffen begrüßen kann. Als erste Veranstaltung steht am 6. Mai 2010 ein Diabetikerkochabend in der FBS auf dem Terminplan, bei dem die Teilnehmer (max. 14 Personen) gemeinsam mit Fachapothekerin Doris Lienkamp von der Antonius Apotheke in Gronau spezielle Gerichte für Diabetiker zubereiten und kosten werden.
Interessierte, die sich ebenfalls mit der Krankheit auseinander setzen möchten, können jederzeit am ersten Donnerstag im Monat vorbei schauen. “Um die Werbetrommel noch ein wenig mehr zu rühren, werden wir einen Flyer entwerfen, der ab Anfang Mai in den hiesigen Arztpraxen, Apotheken und öffentlichen Institutionen ausliegt”, verspricht Bernd Ahlers.